Ausbildung mit zusatznutzen
Nach der Grundausbildung und bestandener Fahrprüfung wird die Lenkerberechtigung erteilt. Innerhalb eines Jahres sind je nach Klasse die nachstehenden Module zu absolvieren. Die Fahrschule hat die Absolvierung der einzelnen Stufen der zweiten Ausbildungsphase im Zentralen Führerscheinregister einzutragen:
  • Perfektionsfahrt 1: Der Fahrlehrer hat insbesondere auf die Blicktechnik, auf eine Unfall vermeidende, defensive Fahrweise, auf soziales und in der Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern eindeutiges Verhalten zu achten. Insbesondere soll dabei auch Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer beobachtet und der mögliche negative Einfluss auf den Fahrstil des Fahranfängers individuell analysiert werden.
  • Perfektionsfahrt 2: Intensives Gefahrenstellentraining stellt ein Hauptelement dar. Falsche Gewohnheiten sollen hinsichtlich ihrer möglichen Unfallkausalität analysiert und Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden. Dabei sind vor allem die individuellen Erfahrungen der Teilnehmer, die sie zwischen den ersten und zweiten Feedbackfahrt gemacht haben diskutiert werden.
  • Fahrsicherheitstraining: Im Fahrsicherheitstraining sind den Teilnehmern in Gruppen von höchstens 12 Personen einerseits die fahrphysikalischen Grenzen und die daraus resultierenden Unfallgefahren durch Geschwindigkeit und Bremsweg je nach Fahrzeugzustand und Fahrbahnbeschaffenheit praktisch zu demonstrieren, andererseits hat eine individuelle Unterweisung in den wichtigsten Notreaktionen zu erfolgen. Die praktische Demonstration und Übungen sind ausschließlich auf dem dafür bewilligten Gelände durchzuführen.
  • Verkehrspsychologische Gruppengespräch: In einer Diskussion sind die für Fahranfänger typischen Unfalltypen, insbesondere der Alleinunfall und die zugrunde liegenden Unfallrisken wie Selbstüberschätzung, geringe soziale Verantwortungsbereitschaft, Auslebenstendenzen usw. zu erarbeiten.